Am Montag, dem 7. Oktober, kam es im Luftraum über dem Kanton Bern zu einem Vorfall, der die Besatzung eines Privatjets zu sofortigem Handeln zwang, um die Sicherheit aller Insassen zu gewährleisten. Das Flugzeug des Typs Cessna Citation auf dem Weg von Mailand nach Zürich musste kurz nach Überquerung der Schweizer Grenze eine Notlandung durchführen. Nach vorläufigen Angaben des Bundesamts für Zivilluftfahrt (BAZL) war der Grund für die dringende Änderung des Flugplans eine Meldung der Bordsysteme über eine technische Störung, deren genaue Art derzeit von Experten untersucht wird.
Die Piloten kontaktierten umgehend die Flugsicherung des Flughafens Bern-Belp und baten um die Freigabe für eine sofortige Landung. Der Flughafen, der für solche Situationen als Ausweichflugplatz dient, alarmierte umgehend alle notwendigen Dienste, einschließlich der Feuerwehr und der Rettungssanitäter. Die Landung wurde professionell und ohne Zwischenfälle gegen 14:30 Uhr Ortszeit durchgeführt. Nach Aussagen von Augenzeugen setzte das Flugzeug sein Fahrwerk aus und berührte die Landebahn im normalen Modus, ohne sichtbare äußere Beschädigungen oder Anzeichen eines Brandes.
An Bord des Luftfahrzeugs befanden sich nach offiziellen Angaben vier Personen: zwei Besatzungsmitglieder und zwei Passagiere. Alle verließen das Flugzeug selbständig über die Gangway und wurden sofort vom vor Ort bereitstehenden Rettungsdienst untersucht. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Den Passagieren wurde die notwendige Betreuung am Boden zuteil, bevor sie ihre Reise mit alternativen Transportmitteln fortsetzen konnten.
Das Flugzeug wurde nach der Landung in einen Hangar geschleppt, wo eine vollständige technische Untersuchung durchgeführt wird. Spezialisten des BAZL und Vertreter des Betreibers der Maschine begannen mit der Auswertung der Flugschreiberdaten und einer detaillierten Diagnose aller Systeme. Ziel der Untersuchung ist die genaue Ermittlung der Ursache der Störungsmeldung und die Bewertung der korrekten Handlungen der Besatzung. Solche Überprüfungen dauern in der Regel mehrere Tage bis Wochen, an deren Ende ein offizieller Bericht veröffentlicht wird.
Dieser glücklich ausgegangene Vorfall demonstrierte erneut die Effizienz und das reibungslose Zusammenspiel des schweizerischen Systems zur Gewährleistung der Flugsicherheit. Er unterstreicht auch die Bedeutung strikter Protokolle und regelmäßiger Trainingsmaßnahmen für Besatzungen im Umgang mit Notsituationen. Die Arbeit der Piloten, der Fluglotsen und der Rettungskräfte hat eine potenzielle Tragödie verhindert und verwandelte den besorgniserregenden Vorfall in ein Beispiel für erfolgreiches Krisenmanagement in der zivilen Luftfahrt.
